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Haben wir das Ende des Internets erreicht, so wie wir es kannten? Innerhalb weniger Jahre wurde die Bedrohung des freien und demokratischen Netzes exponentiell größer. Mit der Einführung neuer Gesetze für die Zensur des Internets im Namen des Schutzes geistigen Eigentums, erhöhter staatlicher Kontrolle und permanent wachsenden Unternehmen, die aus der Sammlung und Auswertung riesiger Datenmengen Profit schlagen, befindet sich das Internet auf dem Weg eines fatalen Wandels. Egal wie viele weitere Entscheidungen noch anstehen oder wie sich unterschiedliche Regierungen und Unternehmen in ihren eigenen Interessen entscheiden werden – Unsicherheit und Angst werfen ihre Schatten über die Freiheit des Internets.
Können die Netzwerke drohende Behinderungen und Beschränkungen überstehen? Können sie Datenmissbrauch und -kontrolle entgegen wirken?
Während diese Fragen noch offen sind regen sich immer mehr Stimmen, die sich für die Freiheit und Unkontrollierbarkeit des Internets einsetzen. Jede Macht erzeugt ihre Gegenbewegung und jeder Kontrollmechanismus seinen Widerstand. Mit dem Potential von Millionen von usern rund um den Planeten können bestehende Strukturen geändert und transformiert werden.
In der Hoffnung, dass gemeinsame kreative Prozesse neue Räume der Beteiligung eröffnen können, richtet die Web Biennale 12 ihren offenen Aufruf an alle netizens, um mögliche Alternativen aufzuzeigen.
Nicht nur web- und netzbasierte Projekte, sondern auch Ideen, Standpunkte, Plattformen und Werkzeuge sind willkommen – ebenso wie alles andere, das dazu beitragen kann, ein freies Netzwerk der Netzwerke jenseits jeglicher Kontrolle aufzubauen.
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